Tierpräparation

Der Beruf des Tierpräparators entstand im 17 Jh. Es war die Zeit, wo viele Exkursionen in fremde und neue Welten unternommen wurden. Diese dienten zur Forschung und Neuentdeckung. Es wurden viele Tiere gesammelt und als Balg (abgezogene getrocknete Tierhaut) nach Europa für Forschungs- und Sammlungszwecke geschickt. Zu dieser Zeit war es auch mode exotische Tiere aus aller Welt zu sammeln.

Es wurden sogenannte Kuriositäten-Kabinette eröffnet, in denen diese Exoten-Präparate ausgestellt wurden. Die damaligen Präparatoren hatten ihr Augenmerk weniger auf die Wiedergabe arttypischer Anatomie gerichtet, bei ihnen stand der „Sammlungs-Aspekt“ im Vordergrund. Dies änderte sich im 19.Jh. Es wurden Zoos eröffnet und die Fotografie etablierte sich immer mehr. Somit konnten die Präparatoren ihr Wissen über das Verhalten der Tiere durch Beobachtung und durch studieren von Fotografien immer besser schulen. Das Ergebnis war, dass die Tierpräparate immer „lebendiger“ wurden.

Mitte des 19.Jh. gab es einige Präparatoren, die diesen Beruf endgültig in das „Kunsthandwerk“ erhoben haben. Sie konnten die Tiere so gut präparieren, dass sie noch heute von Präparatoren bewundert werden. Sie entwickelten viele unterschiedliche Techniken, um den Ansprüchen verschiedener Tierarten gerecht zu werden. Denn eine Giraffe erfordert eine andere Präparationsmethode als eine Maus.

Bis heute steigt weiterhin der Anspruch die Tiere so lebendig wie möglich aussehen zu lassen. Es gibt Meisterschaften, bei denen die Präparatoren ihr Können zeigen. Die Techniken haben sich weiterentwickelt und die Möglichkeiten das Aussehen und Verhalten der Tiere zu studieren sind fast grenzenlos.